Alabasterkelch

Lokalisierung

Inventarnummer:
Inv. N. 46
Alte Inventarnummer:
Tesoro 74

Herstellung

Datierung:
10. Jahrundert
Material:

Klassifikation

Sachbegriff:
Klassifikation:

Beschreibung

Abmessungen:
D: 14,00 cm, H: 16,00 cm
Erhaltungszustand:
intakt
 
Inschriften:
ΠΙΕΤΕ ΕΞ ΑΥΤΟΥ ΠΑΝΤΕC ΤΟΥΤΟ ΕCΤΙ ΤΟ ΑΙΜΑ ΜΟΥ
Platzierung:
auf den sechs emaillierten Feldern des Aufsatzes verteilt
Anmerkung:
Inschrift
Beschreibung:
Kelch aus Alabaster; der Kelchfuß hat eine leicht gewölbte, glatt gearbeitete Basis und einen mittig liegenden, ebenso glatt gearbeiteten Knauf; die Tasse ist ebenso glatt gearbeitet; der Goldaufsatz setzt sich aus drei Partien zusammen: ein schmuckloser, mit drei Scharnieren besetzter Metallring, der den Kelchfuß direkt an der Unterseite der Tasse umschließt; an den Scharnieren ist je ein mit einem Edelstein besetzter Steg befestigt, der die untere Fassung mit dem oberen Aufsatz verbindet; der obere, vergoldete Metallaufsatz ist umlaufend und in sechs Felder unterteilt, die jeweils eine blau emaillierte Inschrift tragen; zwischen den einzelnen Textfeldern ist je ein quadratischer Cabochon angebracht; mittig unterhalb der Steine befindet sich je eine kleine Öse; die Inschriftenfelder und Steine werden je von goldenen Perlbändern umrahmt
 

Allgemeiner Kommentar

Kommentar:
Bei der Zuschreibung der Zeichnung im Album des Pereisc zu dem betreffenden Objekt handelt es sich um eine Annahme, die auf Grundlage der stilistischen Charakteristika des dargestellten Objektes vorgenommen wurde. Der Vergleich mit weiteren Zeichnungen derselben Hand (siehe Thesaurus-IDs 1733492 und 1733498) zeigt, dass die dargestellten Objekte überwiegend grob und nur bedingt detailgetreu wiedergegeben sind. So verdeutlicht beispielsweise der Objekt-Bild-Vergleich zwischen der Zeichnung (Thesaurus-ID 1733498) und der Achatamphore aus dem Schatz von San Marco (Thesaurus-ID 1748905), dass sowohl die Proportionen des Objektes nur verzerrt wiedergegeben als auch dessen charakteristische Materialeigenschaften nur eingeschränkt erfasst wurden. Diese Beobachtung legt nahe, dass auch die Zeichnung des Alabasterkelches nicht zwangsläufig sämtliche objektspezifischen Merkmale getreu wiedergibt. So fehlen beispielsweise die emaillierten Inschriftenfelder am vergoldeten Aufsatz als auch sind die Proportionen des Kelchfußes nicht präzise getroffen.
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Nachweise

Bibliographie:
Il Tesoro di San Marco 1971, S. 62-63, Kat.-Nr. 46, Taf. XLVII (A. Grabar)
Objekt in anderem Datenbestand: