Dionysischer Sarkophag mit indischem Triumph des Bacchus

Lokalisierung

Inventarnummer:
8566
Sammlungseingang:
1901

Herstellung

Datierung:
193 n. Chr. - 235 n. Chr.
Material:
Anmerkung:
Census

Klassifikation

Sachbegriff:
Klassifikation:

Beschreibung

Abmessungen:
62 x 211 x 69 cm
Erhaltungszustand:
fragmentiert; wieder zusammengesetzt
 
Quelle: 
Arachne
Beschreibung:
Kastenförmiger Sarkophag mit einem von links nach rechts verlaufenden, dionysischen Umzug auf der Frontseite; links steht der triumphierende Bacchus zusammen mit der Göttin Viktoria in einem von zwei Elefanten gezogenen Wagen. Im Zentrum stehen ein nackter Satyr mit einem Kind im Arm und eine Mänade mit zwei Fackeln in den Händen links und rechts neben einem brennenden Rundaltar und einem Räuchergefäß (turibulum). Rechts davon findet sich ein weiterer, nackter Satyr mit einer Girlande über seine Brust gekreuzt, der an dem Gewand der Cithara-spielenden Mänade vor ihm zieht. Rechts vor ihnen wendet sich ein nackter, bärtiger und ebenfalls Cithara-spielender Silen zu ihnen zurück. Die Spitze des Zuges bildet eine ekstatisch tanzende Tympanistria. Vor ihr bildet die Hüftherme eines Silen auf einen Sockel den rechten Abschluss der Sarkophagfront. Auf der linken Sarkophagseite befindet sich ein nackter, tanzender Bacchant mit Raubkatzenfell und je einer Fackel in den Händen. Auf der rechten Sarkophagseite schreitet ein nackter, musizierender Bacchant nach rechts einem ihm zugewandten, ebenfalls nackten Bacchanten, einen Thyrsosstab in der rechten und Krater in der linken Hand haltend, entgegen.
 

Provenienz

Ort:
Anmerkung: 
Mitte 16. Jh., Vigna des Kardinal Rodolfo Pio da Carpi; basierend auf Census und Wrede 2024, S. 453.
Besitzer*in:
Ort:
Datierung: 
1589 - 1592
Anmerkung: 
Rom, "in aedibus Caesiis": Bibl. Angelica Ms. 1564, Fol. 4 r, BAV, Vat. Lat. 10545, Fol. 32 v und BnF, NAL 2343, fol. 45 r nach Philips van Winghe, der von 1589 bis 1592 in Rom weilte (Schuddeboom: Philips van Winghe (1560 - 1592). En het ontstaan van de christelijke archeologie, Leiden 1996, S. 38, 53).
Datierung: 
1640 - 1901
Anmerkung: 
Vermutlich wird der Sarkophag in Cassiano dal Pozzos Diarium (Claridge, Dodero 2022, Bd. 4, S. 1649, Nr. A58) in der Villa Ludovisi angeführt (Wrede 2024, S. 453).

Nachweise

Bibliographie:
Palma, de Lachenal 1983, Bd. I, 5, S. 24-27, Kat. Nr. 12
 
Claridge, Dodero 2022, Bd. 4, S. 1436, Kat.-Nr. 980
 
Wrede 2024, S. 431-434, Kat.-Nr. 197
Objekt in anderem Datenbestand: