Dionysischer Wannensarkophag

Lokalisierung

Herstellung

Datierung:
1. Viertel 3. Jh.
Material:
Anmerkung:
Arachne

Klassifikation

Sachbegriff:
Klassifikation:

Beschreibung

Abmessungen:
185 x 67 cm
Erhaltungszustand:
nur Frontseite erhalten; fragmentiert
 
Quelle: 
Arachne
Beschreibung:
Frontseite eines lenos-förmigen Wannensarkophags mit Darstellung des halbnackten Dionysos im Zentrum, rechts und links von ihm jeweils zwei Satyrn und zwei tänzelnde Mänaden. Die linke Mänade spielt ein Paar Zimbeln (cymbalum). Links und rechts dieser Figurengruppe befindet sich jeweils ein kleiner, bocksbeiniger, ityphallischer Pan. Der linke befüllt einen Weinkelch, welcher von dem auf seinem Löwenskalp lagernden, betrunkenen Herakles gehalten wird. Der rechte befindet sich neben einem Cupido und hebt das Gewand der im Schoß der Personifikation des Schlafes liegenden Ariadne an und entblößt so ihren Oberkörper.
 

Provenienz

Datierung: 
1589 - 1592
Anmerkung: 
Rom, "in aedibus Vallensibus": Bibl. Angelica Ms. 1564, Fol. 4 r, BAV, Vat. Lat. 10545, Fol. 32 v und BnF, NAL 2343, fol. 45 r nach Philips van Winghe, der von 1589 bis 1592 in Rom weilte (Schuddeboom: Philips van Winghe (1560 - 1592). En het ontstaan van de christelijke archeologie, Leiden 1996, S. 38, 53). Eine Zeichnung aus der "Tempesta"-Hand aus dem Paper Museum des Cassiano dal Pozzo (1588 - 1657) mit einem rückseitigen Verweis "di quei della Valle" deutet daraufhin, dass sich der Sarkophag im 17. Jahrhundert noch immer in der Sammlung della Valle befunden hat.
Ort:
Datierung: 
1664 - 1678
Anmerkung: 
basierend auf Carpio Album (London, Society of Antiquaries of London, ms. 879), fol. 102: "fue del cav de Massimis" und dem Inventar der Sammlung Massimo von 1677 (Cacciotti 1996, S. 217)
Datierung: 
1678 - 1688
Anmerkung: 
basierend auf der Abbildung des Sarkophags auf fol. 102 als Teil des Carpio Albums und einem Nachweis über den Ankauf von Antiken aus der Sammlung Massimo durch den Marquise von Carpio bei einer Auktion (Cacciotti 1996, S. 213, 217); laut Wrede verblieb das Relief nach dem Tod Camillo Massimos im Palazzo bei den Quattro Fontane und wurde dort im frühen 18. Jh. vom Duke of Marlborough erworben (Wrede 2024, S. 433)

Nachweise

Bibliographie:
Adolf 1882, S. 215-216, Nr. 3
 
Cacciotti 1996, S. 217
 
Claridge, Dodero 2022, Bd. 1, S. 163-164, Kat.-Nr. 5
 
Wrede 2024, S. 431-434, Kat.-Nr. 187
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