Silberlöffel mit Merkur
Lokalisierung
Inventarnummer:
inv.56.393
Sammlungseingang:
Kauf; 1727; Verkauf durch Nicolas Mahudel
Herstellung
Technik:
Beschreibung
Erhaltungszustand:
Die Laffe mit Relief ist intakt; ehemals hatte das Relief in der Laffe eine Vergoldung, die nicht mehr erhalten ist; ein Teil des Stiels ist abgebrochen und ebenso nicht mehr erhalten
Quelle:
Jaffé 1992, S. 159
Beschreibung:
Silberlöffel mit Reliefarbeit in der Laffe; glatte Unterseite; kurzer, vierkantiger Griff mit rundlicher Verdickung am Ende; Relief: Figur, 1, männlich, Merkur, nackt, sitzend, Petasos; Tiere, 2, Hahn, Ziege
Auffindung
Datierung:
1614
Provenienz
Besitzer*in:
Datierung:
1634
Anmerkung:
Im November 1634 hat Peiresc den Löffel zusammen mit einem weiteren Silberlöffel (Thesaurus-ID 23794125) von Simon de Montaigu erhalten. (Jaffé 1992)
Besitzer*in:
Besitzer*in:
Besitzer*in:
Allgemeiner Kommentar
Kommentar:
Peiresc erfuhr erstmals im Jahr 1632 durch Claude Menestrier von Simon de Montaigus Sammlung in Autun, die unter anderem zwei Silberlöffel beinhaltete. Eine erste lavierte Federzeichnung (Thesaurus-ID 24262733) zeigt die beiden Löffel Montaigus in ihrem damaligen Zustand. Zu diesem Zeitpunkt wusste Peiresc bereits, dass auch Rubens im Besitz eines Silberlöffels war, der große Ähnlichkeit mit einem der beiden Löffel Montaigus aufwies. Eine Zeichnung von Rubens‘ Löffel hatte er bereits um 1625 erhalten (Thesaurus-ID 24222772). Im November 1634 besuchte Montaigu Peiresc in Aix und ließ diesen seine beiden Löffel reinigen. Anschließend überließ Montaigu Peiresc aufgrund von dessen Expertise seine beiden frisch gereinigten Löffel. Nach dem Erhalt der Löffel schlussfolgerte Peiresc anhand von Rubens‘ Beschreibungen, dass es sich bei dem Rubens-Löffel um eine Fälschung handeln musste. (Jaffé 1992)
In seinem Aufsatz »Le trésor d'orfèvrerie découvert à Autun en 1614. Nouvelles observations« (1994) geht Francois Baratte davon aus, dass es sich bei dem Silberlöffel mit Merkur in der BnF nicht um das antike, von Peiresc besessene Objekt, sondern um die Fälschung von Rubens handle. So macht Baratte darauf aufmerksam, dass vor allem der Erhaltungszustand des Objektes in der BnF mit dem von Rubens gezeichneten Objekt (Thesaurus-ID 24222772) übereinstimmt. Auch stellt Baratte heraus, dass die stilistischen Objekteigenschaften untypisch für ein antikes Objekt seien und es sich somit um ein neuzeitliches Objekt handeln müsse.
Der Objekteintrag in der BnF gibt an, dass es sich um ein antikes Objekt aus der gallisch-römischen Zeit handelt.
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