Antiquitatum Thesaurus
Urheber*in:
MunatiaPlancina

Heiligtum in der Grienmatt

Lokalisierung

Standort:

Klassifikation und Beschreibung

Sachbegriff:
Klassifikation:
Beschreibung:
Doppelfassadenbau auf einem Sockel; „Mitteltrakt beidseitig jeweils durch ein seitliches Podium gerahmt; jeweils zwei Statuennischen auf der Ost- und Westseite des Mitteltrakts; Westseite mittig mit rechteckiger Nische und dahinterliegender kreisförmig errichteten Mauer (Kultschacht? Wasserableitung?)
Erhaltungszustand:
stark zerstört; nur Fundamente erhalten
Abmessungen:
B: ca. 32,00 m, T: ca. 11,00 m

Allgemeiner Kommentar

Kommentar:
Das Heiligtum war das Zentrum eines von einer Umfassungsmauer umgebenen Hofs, dessen Eingang sich in der Südostecke befand. Eine Therme oder womöglich ein Heilbad grenzte direkt an das Heiligtum, mit dem sie funktional in enger Verbindung stand. Laur-Belart interpretiert das Heiligtum als Septizodium (Heiligtum der Wochentags- oder Planetengötter) aufgrund von architektonischen Übereinstimmungen mit dem Septizodium in Rom, sowie dem Fund eines Rächerbeckens mit Darstellungen der Wochentagsgötter. Dozio vermutet in dem Bau einen "gallo-römischen Zwillingstempel" mit zwei Cellae, während Letzner ihn als Nymphaeum deutet.

Nachweise

Bibliographie:
Laur-Belart, in: Jahrbuch der Schweizerischen Gesellschaft für Urgeschichte, Bd. 48 (1960/1961), S. 36-37
 
Letzner 1990, S. 115
 
Dozio, in: Jahresberichte aus Augst und Kaiseraugst, Bd. 28 (2007), S. 201-207
 
Berger 2012, S. 166-174
ist abgebildet in
Abb. C