Heiligtum in der Grienmatt
Lokalisierung
Klassifikation und Beschreibung
Sachbegriff:
Beschreibung:
Doppelfassadenbau auf einem Sockel; „Mitteltrakt beidseitig jeweils durch ein seitliches Podium gerahmt; jeweils zwei Statuennischen auf der Ost- und Westseite des Mitteltrakts; Westseite mittig mit rechteckiger Nische und dahinterliegender kreisförmig errichteten Mauer (Kultschacht? Wasserableitung?)
Erhaltungszustand:
stark zerstört; nur Fundamente erhalten
Abmessungen:
B: ca. 32,00 m, T: ca. 11,00 m
Allgemeiner Kommentar
Kommentar:
Das Heiligtum war das Zentrum eines von einer Umfassungsmauer umgebenen Hofs, dessen Eingang sich in der Südostecke befand. Eine Therme oder womöglich ein Heilbad grenzte direkt an das Heiligtum, mit dem sie funktional in enger Verbindung stand. Laur-Belart interpretiert das Heiligtum als Septizodium (Heiligtum der Wochentags- oder Planetengötter) aufgrund von architektonischen Übereinstimmungen mit dem Septizodium in Rom, sowie dem Fund eines Rächerbeckens mit Darstellungen der Wochentagsgötter. Dozio vermutet in dem Bau einen "gallo-römischen Zwillingstempel" mit zwei Cellae, während Letzner ihn als Nymphaeum deutet.
