Antiquitatum Thesaurus
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Sog. Maldelik

Alternativer Titel:
kiz kalesi

Lokalisierung

Klassifikation und Beschreibung

Sachbegriff:
Klassifikation:
Beschreibung:
Vorderfront der Vorhalle weggebrochen; schlichte Vorhalle in sieben Joche aufgeteilt; Kreuzgratgewölbe nur in Ansätzen noch erhalten; mittiger Eingang ins Gebäude; zentrale Halle, quadratisch, mit Rechtecknischen an allen vier Seiten, Kreuzgratgewölbe; stollenartiger Gang entlang der Hauptachse; Teilung in Ober- und Untergeschoss im Nordteil des Gebäudes; Obergeschoss mit zwei hintereinanderliegenden Hallen, Kreuzgratgewölbe; weitere Nebenräume (vor allem nach Osten und Westen) vorhanden, aber derzeit noch unzugänglich.
Erhaltungszustand:
strukturell großteils intakt, aber unausgegraben und verschüttet; Vorhalle fast völlig zerstört, Obergeschoss teilzerstört, weite Teile unzugänglich

Allgemeiner Kommentar

Kommentar:
Da das Maldelik bisher nicht ausgegraben wurde, ist das Bodenniveau stark angehoben und mehrere Räume unzugänglich. Sowohl die Gebäudestruktur als die Funktion des Gebäudes konnten daher bis heute nicht geklärt werden. Während Pococke es im 18. Jahrhundert als Substruktion eines Tempels deutete, wird der Bau in Theorien in nachfolgender Zeit als "Tempel", "Warenlager" oder "Turm" identifiziert. Klinkott betont in seiner Publikation den repräsentativen Charakter des Maldelik, verwirft jedoch Deutungen als Kultstätte, Bouleuterion oder als Einrichtung im direkten Zusammenhang mit dem Hauptmarkt. Stattdessen schlägt er vor, das Gebäude als Tabularium (Zentralarchiv) zu verstehen (Klinkott 2024, S. 79).

Nachweise

Bibliographie:
Klinkott 2014, S. 47-90
ist abgebildet in
Abb. [C]: Obergeschoss - Sog. Maldelik (Alexandria Troas)
Abb. [D]: Vorhalle und Gang - Sog. Maldelik (Alexandria Troas)