Antiquitatum Thesaurus

Auffindung der Ariadne [neuzeitlich]

Alternativer Titel:
Dionysos und Ariadne

Lokalisierung

Herstellung

Datierung:
16. Jh.

Klassifikation und Beschreibung

Sachbegriff:
Klassifikation:
Beschreibung:
Vorderseite: 5 Figuren; 4 Stehende; 1 Sitzende; Dionysos; Silen; Faun; Pan; Ariadne; bekleidet; halbnackt; nackt; Thyrsos; Fackel; Pedum Links steht Dionysos mit Thyrsos in seiner rechten und Fackel in seiner erhobenen linken Hand. Er wird von einem mit Hüftschurz bekleideten Silen gestützt und wendet sich in Richtung einer schlafenden Person, womöglich Ariadne, die rechts auf einem Sockel lehnt. Begleitet wird Dionysos von zwei weiteren Figuren: ein mit Hüftschurz bekleideter Faun greift einen Pan an seinen Hörnen und Arm. Der Pan hält in seiner Rechten ein Krummstab (Pedum/Lagobolon) und scheint mit seinem linken erhobenen Arm auf die schlafende Ariadne zu verweisen. Rückseite: unbekannt

Provenienz

Datierung: 
1501 - 1600
Anmerkung: 
Die Gemme ist zwar in keinem der bekannten Inventare zum Grimani-Besitz identifizierbar, kann aber aufgrund der Abbildungen in den Grafikserien von B. Franco und E. Vico als Teil der Sammlung angenommen werden.
Institution:
Datierung: 
1701 - 1800
Anmerkung: 
"Cose del Museo Nani" (undatiertes Inventar aus dem 18. Jh.): "7. Una di cinque figure rappresentante Proserpina dormiente seminuda. Sileno, che se gl' avvicina con satirismo. Altra figura di giovine custode, che arresta per il corno il detto Sileno acciò temerario non progredisca avvanti. Figura di Cerere stante, che con lunga veste velata sostiene con la sinistra la face, e l'istessa Cerere viene abbracciata per traverso da un' altra figura di Silvano. Questa rappresentanza denota, secondo il senso del sig. Natal Comite nella sua Metrologia, quando da Cerere fu ricercata Proserpina."; Levi 1900, Bd. 2, S. 270-271. Lemburg-Ruppelt 2002 datiert das Inventar auf "um 1700"; Favaretto, De Paoli 2009 vermuten Bernardo (1712-1761) oder Giacomo Nani (1725-1797) als mögliche Auftraggeber des Inventars.
Datierung: 
1794 - 1805
Anmerkung: 
Worsley 1794, S. 3 vermerkt im Katalog seines Museum Worsleyanum folgende Provenienz: „[…] came originally out of the celebrated Collection of the Dukes of Mantua.” Lemburg-Ruppelt 1981 und 2002 hält die Provenienz für fingiert und argumentiert, dass die Gemme zu einem Komplex von Grimani-Gemmen gehörte, der an die Nani-Familie übergegangen war. Richard Worsley habe mit der falschen Provenienzangabe zu verschleiern versucht, dass er bzw. William Hamilton die Gemmen verbotenerweise in der Zeit des Niedergangs der Republik Venedig aus der Stadt ausgeführt hatte. 1805 verstirbt Worsley und vererbt seine Besitztümer inkl. seiner Sammlung aus Appuldurcombe House an seine Nichte Henrietta Simpson. Mit dem Verkauf von Appuldurcombe House und der Heirat von Henrietta Simpson mit Charles Anderson-Pelham, 1. Earl of Yarborough im Jahr 1806, gelangt die Sammlung von der Isle of Wright nach Brocklesby Park in Lincolnshire, wo sie sich noch heute im Besitz der Familie Pelham befinden soll.

Nachweise

Bibliographie:
Worsley 1794, S. 3
 
Worsley 1824, S. 111
 
Smith 1897, S. 38, Nr. 15
 
Cesarae Augusto Levi: Le collezioni veneziane d'arte e d'antichità dal secolo XIV. ai nostri giorni, Venedig 1900, Bd. 2: Documenti, S. 270-271
 
Lemburg-Ruppelt 1981, S. 86-90
 
Neverov 1984, S. 24, 30-31, Nr. 33b
 
Lemburg-Ruppelt 2002, S. 88, insbes. 91-92, 114
 
Favaretto, De Paoli 2009, S. 275